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Einbrüche in Deutschland

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist mit über 152.000 Delikten in Deutschland so hoch wie seit 16 Jahren nicht mehr. Und es werden immer mehr. Alle vier Minuten wird in Deutschland ein Einbruch begangen, wobei 41 Prozent der Einbrüche beim Versuch scheitern – nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Sorge bereitet den Beamten vom Bundeskriminalamt vor allem die geringe Aufklärungsquote der Fälle von nur 15,9 Prozent. Wer Opfer eines Einbruchs wird, muss in den meisten Fällen leider davon ausgehen, seine entwendeten Wertsachen nicht wieder zu erhalten.

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Schadenshöhe

Jährlich entsteht durch Wohnungseinbrüche ein angezeigter Schaden von über 420 Mio. Euro. Somit verursacht jeder Einbruch durchschnittlich einen Schaden von rund 3.000 Euro. Bevorzugtes Diebesgut sind Berichten zufolge Bargeld, Schmuck, Fotokameras, Mobiltelefone, Laptops und Tablet-PCs. Nicht bezifferbar sind hingegen die traumatischen Nachwirkungen bei den Einbruchsopfern, die durch die Verletzung ihrer Intimsphäre entstehen.

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Täterprofil

Der typische Täter handelt allein und ist der Polizei meist bekannt, denn 88 Prozent der Täter sind bereits vorbestraft. Oft werden Einbrüche im Rahmen von Beschaffungskriminalität von Drogensüchtigen (15 Prozent) oder stark alkoholisierten (4 Prozent) Personen begangen.

Die meisten Kriminellen sind deutscher Herkunft (65 Prozent), männlich (85 Prozent) und zwischen 21 und 40 Jahren alt (54 Prozent). Oft sind die Täter ortskundig und wohnen sogar in der gleichen Gemeinde.

Einbruchsrisiko

Zahlreiche Statistiken belegen, dass im Norden Deutschlands häufiger als im Süden eingebrochen wird. In den Städten scheint dabei das Einbruchsrisiko am größten zu sein. Spitzenreiter im Bundesgebiet sind die Stadtstaaten. Mit 43,6 Einbrüchen je 10.000 Einwohner im Jahr 2013 belegte Bremen den ersten Platz, Hamburg und Berlin folgen mit 39,9 und 34,3 Einbrüchen je 10.000 Einwohner.

Die Tricks der Einbrecher

Einbrecher können sich in Deutschland ziemlich sicher fühlen - 85 Prozent der Täter werden nie gefasst. Bei den meisten Wohnungen benötigen Einbrecher nur Sekunden um reinzukommen. Dazu brauchen sie nicht einmal besonderes Werkzeug: In mehr als drei Viertel der Fälle reicht den Einbrechern ein ganz normaler Schraubenzieher, um Türen oder Fenster aufzubrechen.

Quelle: [W] wie Wissen, www.daserste.de

Tatzeit – Wann finden Einbrüche statt?

Entgegen landläufiger Meinung findet weit über ein Drittel aller Einbrüche zur Tageszeit, am frühen Abend oder am Wochenende statt. Und, wie Zahlen des Landeskriminalamtes Hessen belegen, scheinen Einbrecher vor allem in den "dunklen" Monaten November bis Februar aktiv zu sein. Denn durch die früh einsetzende Dämmerung ist leicht zu erkennen, in welchem Haus sich gerade niemand aufhält.

Zugang – Wie kommen die Einbrecher in die Wohnung?

Untersuchungen der Einbruchsstellen nach der Tat haben ergeben, dass sich Kriminelle meist über leicht erreichbare Fenster oder Fenstertüren Zugang zu Einfamilienhäusern verschaffen. „In weit über der Hälfte aller Fälle hebeln Einbrecher ihr Hindernis mit einfachem Werkzeug auf“, berichtet Andreas Mayer, Geschäftsführer der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Bei Mehrfamilienhäusern oder Wohnanlagen hingegen, in denen sich die Nachbarn oft nicht einmal untereinander kennen, ist in 55,8 Prozent der Fälle die Wohnungseingangstür die betroffene Einbruchsstelle. Hier kommt Einbrechern die Anonymität vielfach zugute.

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Geheimsprache Gaunerzinken

Trotz moderner Kommunikationsmittel markieren Kriminelle immer noch Häuser mit Kreidezeichen. Die sogenannten Gaunerzinken verraten etwa, was in der Wohnung an Beute zu holen ist. Sie warnen aber auch vor bissigen Hunden.

Gaunerzinken

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